Wirtschaftsforum



„Gewinnung von Fachkräften im europäischen Ausland“


Die Konjunktur boomt, doch es fehlt nach wie vor an Fachkräften. Wenn nichts unternommen wird, steht eine echte Belastungsprobe bevor. Jegliche Bemühungen und Gegenwirken zeigen bisher noch nicht den gewünschten Erfolg.
Die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG hat deshalb erfolgreich nach eigenen Lösungsansätzen gesucht und künftige Fachkräfte aus Kroatien gewinnen können. Dieses brandaktuelle Projekt und deren Umsetzung war Inhalt des Wirtschaftsforums der Stadt Steinbach-Hallenberg. Bürgermeister Christian Endter und Wirtschaftsförderin Silke Röser hatten die Unternehmen eingeladen.


André Merkel, Personalleiter der VR-Bank, berichtete über das Projekt, wie ausländische Fachkräfte für eine Ausbildung in der Bank gewonnen werden konnten. Das Projekt startete bereits im August 2015 mit einer ersten Kontaktaufnahme in Kroatien und der Erstellung von Anforderungsprofilen. Die Bewerber/innen wurden nach Deutschland eingeladen, um sich besser kennen zu lernen. Die Bank half bei der Wohnungssuche, bei der Klärung vieler Formalitäten, wie Behördengänge, Anmeldung Kita-Plätze, Anmeldung Schule etc. und organisierte einen Deutschkurs. Wichtig bei allem ist der persönliche Kontakt und die Integration sowohl im Unternehmen als auch im täglichen Alltag. André Merkel resümierte positiv nach dem ersten Durchgang: hohe Motivation, keine Fehlzeiten, gute Integration, aber auch hoher Betreuungsaufwand und ausbaufähige Deutschkenntnisse und Noten.
Frau Großenbach von TIBOR aus Suhl kümmert sich intensiv um das Projekt " Südthüringen findet Fachkräfte" (Süfifa) und informierte die Teilnehmer des Wirtschaftsforums über ihre Erfahrungen. Ziel des Projektes ist, in mehreren Projektphasen 75 ausländische Fachkräfte in der Region Südthüringen, in den Branchen Bau, Metall/ Elektro- und Anlagenindustrie sowie kunststoffverarbeitende Industrie zu integrieren.
Die bedarfsgerechte und zielgerichtete Akquise, Vermittlung und Begleitung, sowohl einstellender Betriebe, als auch der ausländischen Fachkräfte ist dabei das übergeordnete Ziel. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, erfolgt eine enge Zusammenarbeit zwischen Kooperationspartnern und Netzwerken. Wenn sich die Menschen hier nicht wohlfühlen, seien sie auch schnell wieder weg, weiß Großenbach aus ihren Erfahrungen.
Der Abend führte zu einem interessanten Erfahrungsaustausch, der verdeutlichte, dass Maßnahmen zur langfristigen Sicherung des Fachkräftebedarfs dringend

Für weitere Informationen und Rückfragen steht Ihnen Frau Röser, Wirtschaftsförderung gern zur Verfügung, E-Mail an: s.roeser@steinbach-hallenberg.de, Telefonnummer: 036847 / 38013 oder Fax: 036847 / 38010.

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