Niederschlagswassergebühr



Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


da uns weitere Anfragen zur Abrechnung der Niederschlagswassergebühren erreichten, möchte ich auf diesem Wege nochmals einige Erläuterungen dazu geben.

Grundsätzlich bestehen gegen die Einführung der gesplitteten Abwassergebühren kaum Einwände, weil die Aufteilung der Kosten für Einleitung von Schmutzwasser nach dem Frischwassermaßstab und des Niederschlagwassers nach den befestigten Flächen allgemein verständlich ist.
Viele Anrufer äußerten jedoch Unmut darüber, dass auf der Information zur Abrechnung der Einleitungsgebühr für Niederschlagswasser folgender Satz steht: „ Durch die Einführung des gesplitteten Gebührenmaßstabes entstehen also keine zusätzlichen Kosten, sondern die Kosten werden nur anders aufgeteilt.“Daraus wurde geschlussfolgert, dass der Jahresbetrag für das Schmutzwasser und das Niederschlagswasser nicht höher sein darf, als die im letzten Jahr gezahlten Abwassergebühren.

Diese Schlussfolgerung ist leider nicht richtig. Der oben genannte Satz sollte nur bedeuten, dass durch die „Einführung des gesplitteten Gebührenmaßstabes“ die gebührenpflichtigen Kosten für das Jahr 2014 für den Abwasserzweckverband nicht höher geworden sind. Allerdings wurde bereits im Februar 2014 in der Information zur Schmutzwasserabrechnung erläutert, dass die Kosten der Abwasserbeseitigung in den Jahren letzten 5 Jahren durch notwendige Investitionen in das Entwässerungsnetz und der Erweiterung der zentralen Kläranlage erheblich gestiegen sind. Diese Mehrkosten sind Ursache der Kostenerhöhung für viele Grundstückseigentümer und nicht die Einführung des gesplitteten Gebührenmaßstabes.
Durch die Erhöhung der Grundgebühr von 5 € auf 7 € pro Monat erhöhen sich die Kosten für alle Anschlussnehmer gleich. Die Einführung des gesplitteten Maßstabes wirkt sich jedoch bei jedem Grundstückseigentümer anders aus. Bei Grundstücken mit relativ geringem Wasserverbrauch fällt in der Regel eine Erhöhung der Abwassergebühren an, weil sich die Reduzierung der Schmutzwassergebühr von 2,30 € auf 2,00 € nicht so stark auswirkt, wie wenn ein hoher Wasserverbrauch vorhanden ist. Insbesondere Gewerbebetriebe, welche in der Regel wenig Wasserverbrauch haben, jedoch manchmal von 2000 m² und mehr versiegelter Fläche Regenwasser in das öffentliche Entwässerungsnetz einleiten, müssen nun höhere Abwassergebühren zahlen. Dieses ist jedoch von der Rechtsprechung so gewollt und wird als gerechtere Verteilung der Kosten bewertet.

Bei Grundstücken, welche einen höheren Wasserverbrauch haben, als befestigte Fläche auf dem Grundstück vorhanden ist, reduzieren sich die Jahreskosten der Abwasserbeseitigung. Grundstücke, von denen das Regenwasser direkt ohne Nutzung eines öffentlichen Kanals in ein Gewässer eingeleitet wird, zahlen in Zukunft ebenfalls weniger an Abwassergebühren als bisher.

Ich hoffe, dass mit diesen Erläuterungen viele Unklarheiten beseitigt werden konnten.

Buda, Geschäftsleiter


Kontakt
Stadtverwaltung
Steinbach-Hallenberg
Rathausplatz 2
98587 Steinbach-Hallenberg
036847 / 380-0
036847 / 38010
Bürgerservice
Tourismus