HELMUT RECKNAGEL - Skisprunglegende und Ehrenbürger der Stadt Steinbach-Hallenberg



Seinen ersten großen internationalen Erfolg feierte der beim SC Motor Zella-Mehlis trainierende Helmut Recknagel am 3. März 1957 auf dem traditionellen Holmenkollen in Oslo. Dort durfte er als noch 19-jähriger Springer nur mit einer Ausnahmegenehmigung starten. Bei dichtem Nebel siegte er als erster Nicht-Skandinavier im Mekka des Nordischen Skisports.

Recknagel war dann 1960 der erste deutsche und überhaupt erste nicht-skandinavische Olympiasieger im Skispringen. Er gewann bei den Olympischen Winterspielen im US-amerikanischen Squaw Valley, als Mitglied der gesamtdeutschen Olympiamannschaft für die DDR startend, die Goldmedaille mit dem damals noch üblichen Stil, die Arme in „Superman-Pose“ nach vorne ausgestreckt. Im selben Jahr erhielt er als erster Deutscher die Holmenkollen-Medaille. 1962 siegte Recknagel in Zakopane überlegen bei der Skisprung-Weltmeisterschaft und wurde zum DDR-Sportler des Jahres gewählt. 1964 startete Recknagel nochmals bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck und belegte die Plätze 6 (Normalschanze) und 7 (Großschanze).

Recknagel gewann außerdem dreimal (1958, 1959 und 1961) die prestigeträchtige Vierschanzentournee, was nach ihm nur Bjørn Wirkola und Jens Weißflog (vier Siege), sowie Janne Ahonen (fünf Siege) schafften.

Seinen letzten Sprunglauf bestritt er im März 1964 beim „Freie Presse“-Pokal in Oberwiesenthal. Damals ahnte er noch nicht, dass dies sein letzter Wettkampf ist. Nach einem Gespräch mit seinem Trainer Hans Renner entschied er sich im Mai 1964 seine Karriere zu beenden.


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